PRÄSENTATION
 
 

Die “Conversações Internacionais: diferença e fabulação“, die vom 24. bis 26. September im Cais do Porto gehalten werden, sind Teil der Rede Municipal de Ensino de Porto Alegre und bieten, wie die vorherigen Gespräche, die seit 2005 erfolgen, einen wichtigen Raum für Begegnungen. Es geht um die Übung des Denkens sowie die Erschaffung und Erfindung neuer Lebensmöglichkeiten.

Es wird die Möglichkeit gegeben, zusammen mit Schulen und Gemeinden der Stadt unterschiedliche Arten des Denkens in Beziehungen zu erfahren. Es geht um Beziehungen, die nach der Größe ohne Minderung, Beherrschung oder Verkleinerung des anderen suchen. Man ist besorgt um die Praktiken, die anstatt uns zu befreien, uns vielmehr in einen neuen Käfig sperren. Es geht darum zu experimentieren, Gefühle zuzulassen und sich der Pluralität zu öffnen. Dieses Experimentieren fordert dazu auf, mit dem Entwurf einer Politik zu arbeiten, die nicht nach Homogenität und Universalität sucht, und die das Leben dort problematisiert, wo es ruhig und natürlich erscheint. Es soll mit Werten gearbeitet werden, die das Leben so in Frage stellen wie es ist, wobei das Leben keinen höheren Werten untergeordnet werden soll.

Ein Entwurf, der versucht von Vorschriften abzuweichen. Ein Entwurf, der sich aus unzähligen, endlosen Fäden zusammensetzt, und der eine ständige Entwicklung durchläuft. So wie das Leben! Die Begeisterung entsteht, genau so wie das Leben, ohne voreingenommen zu sein. Man strebt Kreation und Innovation an. Immer wieder wird das Schulsystem in Frage gestellt, sei es durch Handlungen, die die Grenzen zwischen Schülern, die „passen“ und die „nicht passen“, brechen; oder sei es durch Praktiken, die andere Arten finden Schüler, Direktor, Vater, Mutter, Familie oder Frau zu sein. Es geht um andere Arten die Bildung zu entwickeln und über die Schullaufbahn nachzudenken, indem man Abstand von Standards nimmt. Diejenigen Standards, die Orte festlegen und die Werte vorgeben, welche als einzige Wahrheit für jeden geltend gemacht werden. Wir nehmen an, dass die Verschiedenheit nicht durch Mangel, durch Identifikation, Identität oder selbst durch Überlegenheit entsteht. Sie ist auch nicht begründet in einer Referenz oder einem Modell, das beurteilt und eine Norm setzt. Es soll Einzigartigkeit entstehen!

Die Vorschläge des Bildungssekretariats seit 2005 sind: Abbau von Rassismus, Entstandardisierung und Stützung von Verschiedenheit und Einzigartigkeit. Diese Aktionslinien werden als Werkzeuge und Strategien, inspiriert durch Friedrich Nietzsche, Michel Foucault, Gilles Deleuze und Félix Guattari, genutzt. Sie sollen dazu beitragen, das Denken über die Bildung nicht vom Denken über das Leben zu trennen. Man will nicht in die „Versuchung“ geraten, die „guten Methoden“ anzuwenden, die „gute Ergebnisse“ garantieren. Methoden, die davon ausgehen, dass es nur eine Wahrheit in dieser Welt gibt, die gefunden werden soll. Der Wert der Werte muss in Frage gestellt werden, so wie der Wert der Wahrheit selbst. Die meisten Methoden basieren auf der Logik, also auf einem Modell, einer Referenz. Das Denken im Schulsystem sollte jedoch dazu anregen, die Logik als Massenbildung zu hinterfragen. Wir sollten uns in Räumen außerhalb dieser Logik üben und experimentieren, wobei keine neue Totalität entstehen soll.

Dieses Agieren, das sich selbst befragt, bringt das Wort in Aktion, es erzählt. Ein Wort, das die eigene Handlung problematisiert; eine Handlung die sich als Kraft darstellt, als Vorgang, der im „Dazwischen“ arbeitet. Ein Denken, das offen gegenüber der Entwicklung ist, das über das Problem des Wortes hinausgeht, das die Stimme des Anderen ohne Eingriffe ausfließen lässt, ohne Zensur. Ein Denken, das sich dem anderen gegenüber öffnet, ohne Vorurteile, ohne ihn in unsere Ausdrucksweise hineinzuzwängen. Eine Idee, die sich verwirklicht, und die sich nicht an vorgefertigte, gegebene Konzepte oder Parolenn bindet, die ständig der Prüfung unterworfen sind. Es ist die Idee, die die Verschiedenheit annimmt, die lebt, und die das Unerwartete akzeptiert. Es ist wie das Laufen auf Messers Schneide oder wie der Tanz auf einem dünnen Seil. Die muss man akzeptieren, um das Ungedachte zu erschaffen und sich von dem „schon gegebenen“ zu befreien.

Auf das Ausüben der Verschiedenheit, und der Erzählung zu setzen, ist wie ein Tanz mit dem Leben. Man versteht die Verschiedenheit als konstante Bewegungen der Differenzierung, die in keiner Beziehung zu einem Modell oder einem bestimmten Ort steht. Man muss mit dem Gegensatz zwischen Fiktion und Natur zu „brechen“, um dieses Denken ohne Beschreibung, das Gegenstück der Darstellung und die kreative Handlungsweise zu stärken. Dies geschieht, indem man die Erzählung vom Modell der Wahrheit befreit, welches sie verformt, als wäre sie das Gegenstück zur Realität. Man spricht der Erzählung die Funktion zu, genau dieses Modell zu zerstören, das nicht ausgelöscht werden will. Die Funktion ist, im Nebel eingehüllt zu bleiben, über die Wurzeln zu handeln, ohne Mittelpunkte. Es geht um das Wort in Aktion, Inszenierungen und alltägliche Experimente über die Reproduktion und die Beobachtung hinaus, wobei man das Leben als Kunstwerk betrachtet.

Ebenso wie die drei vorherigen Ausgaben vermeidet diese Veranstaltung eine formale Strukturierung, einer Logik der „Aufklärung“. Sie setzt auf Raum für offene Gespräche zwischen Lehrern, Schülern, Angestellten der Schulen, Gemeinden aus Porto Alegre und dem allgemeinen Publikum. Sie schätzt auf mehr als 60.000 Personen an unterschiedlichen Orten in dieser Stadt, die sich am Lernprozess beteiligen werden.

Dieser fröhliche Hafen lädt zur Herausforderung des Denkens ein, zu einer Übung des Denkens in unterschiedlichen Arten. Es wird ein Raum geboten, um gemeinsam mit den Schulen wichtige Dinge zu erleben: Experimentieren und neues Erschaffen von Konzepten, Gefühle, Wahrnehmungen, Tanz, Musik, Theater, Kino, Kunst, Fotografie, Handarbeit, Graffiti, Skulpturen, Malerei, Zeichnungen, sowie Fremdsprachen, Umwelterziehung, Robotertechnik, Kochen, Literatur, Philosophie, Sport, Wissenschaft, Diskussionen über Kultur, Geschlecht und Ethnien, und vieles mehr. Durch den pädagogischen Gedankenaustausch in Gesprächen zwischen verschiedenen Gemeinden werden neue Leitlinien entworfen.

Es ist eine Einladung zum Experimentieren, schließlich verringern gesprochene oder geschriebene Worte oft die Intensität, mit der man lebt. Daher ist es eine Einladung zum Leben. Eine Einladung dazu sich treiben zu lassen durch den Raum, die Farben, die Gerüche, die Klänge, durch Bilder, Stimmen, Schriften, Figuren, durch Wünsche, die umherkreisen und die uns über das Gegebene hinaus denken lassen, und die schreien, dass der beste Glaube der Glaube an das Leben ist! Das ist Leben! Das Leben leben!


Tradução

Instituto Goethe

 
 
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A SMED
 
 
A Rede Municipal de Ensino
 
 

Programa "Lugar de Criança é na Família e na Escola"
 
 
 
 
Programação do Evento
 
 
 
09:00 AM - 16:00 PM
Credenciamento
19h - Abertura Oficial
 
 
08:30 AM - 10:30 PM
Conversações
Experimentações
Exposições
 
 
08:30 AM - 10:30 PM
Conversações
Experimentações
Exposições
Conferência da Educação
 
 
 
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